im Stauferland
im Stauferland
Kloster Lorch
Kloster Lorch

Der Ring der Irene von Byzanz

Irene von Byzanz

"Rose ohne Dorn"

 

 

"Irene von Byzanz - Mythos und historische Wirklichkeit"

 

Sonderführung zum Leben der Königin Irene-Maria

 

Walther von der Vogelweide beschrieb sie als eine "Rose ohne Dornen". Gemeint ist Irene Maria, die als Tochter der byzanztinischen Kaisers Isaak II Angelos aus kaiserlichen Haus stammte.

Sie war die Gemahlin des Stauerkönigs Philipp von Schwaben - und so führte sie ihr Lebensweg auch ins Remstal.

Im Alter von nur 28 Jahren ist sie am 27. August 1208 auf der Burg Hohenstaufen bei der Geburt ihrer fünften Tochter gestorben. Als Gattin des Königs wurde sie im Kloster Lorch, Hauskloster und Grablege der Staufer, beigesetzt.

Wie kaum eine historische Persönlichkeit erfreute sich die byzantinische Kaisertochter Irene schon zu Lebzeiten großer Verehrung und erfuhr in der Folge eine beinahe verklärte Darstellung, was mit ihrer exotischen Herkunft einerseits und ihrem tragischen Schicksal andererseits zusammenhängen mag.

Besonders in der Romantik, als die Stauferrezeption eine neue Blüte erfuhr, wurde sie von Dichtern wie Justinus Kerner und Viktor von Scheffel als "Blume des Ostens" und "Griechenlands Tochter" gefeiert. Das am 16. Dezember 1898 in der Klosterkirche von Lorch feierlich enthüllt "Irenendenkmal" schmückt bis heute ein Ausspruch Walthers von der Vogelweide, der sie 1199 als "Rose ohne Dornen" und "Taube ohne Galle" gepriesen hatte.

 

Bei einem Rundgang halten wir inne an Stationen, die auf ganz besondere Weise, an die byzantinische Prinzessin und staufische Königin erinnern.

Unter Beleuchtung einiger Lebensstationen von Irene lassen wir ihre Vita an und vorüberziehen - war sie doch seit 830 die erste römisch-deutsche Königin, die wieder in Aachen gekrönt wurde. Dabei richtet sich der Blick auch auf die vier ersten Töchter des staufischen Königspaares, deren Geschicke eng mit der deutschen Reichgeschichte zusammenhingen und deutliche Parallelen zum Leben ihrer Mutter aufwiesen. So waren die Verwickelungen um ihre Verheiratung offenbar der Anlass für die Ermordungs Philipps von Schwaben, am 21. Juni 1208 in Bamberg, dessen tragischer Tod auch das Schicksal der Irene von Byzanz auf dem Hohenstaufen besiegelte und zu ihrmen Mythos beitrug.

Die besondere Umgebung des Klosters hoch über dem Remstal wird es leicht machen, sich in die Zeit der Irene zurückzuversetzen.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Kloster Lorch